| 14.01 Uhr

Uwe Papenroth und Familie auf großer Tour
Frühstück mit See-Elefanten

Uwe Papenroth und Familie auf großer Tour: Frühstück mit See-Elefanten
Uwe Papenroth und Felix beim morgendlichen Besuch der See-Elefanten-Kolonie. FOTO: Papenroth
Krefeld/Chile. Uwe Papenroth, seine Freundin Sandra Stocks und ihre beiden Kinder Luca (5 Jahre) und Felix (7 Monate) leben gerade ihren großen Reisetraum. In einem geräumigen Offroad-Geländewagen durchkreuzen die Krefelder für vier Monate den Süden des südamerikanischen Kontinents. Hier ein paar Eindrücke von der ersten Hälfte des Trips.

 

Die wichtigsten Erkenntnisse hat Uwe Papenroth ziemlich schnell gewonnen. 1.) Es war die absolut richtige Entscheidung, den Iveco Daily Allrad nach Buenos Aires zu verschiffen. "Mit einem Wohnmobil", lacht Papenroth, "wären wir nicht sehr weit gekommen."

Die Straßen, wenn es denn welche gibt, und Schotterpisten, auf denen die Truppe unterwegs sind, seien teilweise "die Hölle", so Papenroth. "Ich hab mir schon so viele Male gedacht: Jetzt zerspringt uns der Wagen. Aber er hält", so Papenroth, der sich sicher ist, dass ein Wohnmobil schon längst in seine Einzelteile zerfallen wäre. Beim Iveco musste bisher nur ein Leck im Tank und ein Auspuff repariert werden.

Erkenntnis Nummer zwei: Auf Campingplätze können die vier Abenteuerer getrost verzichten. "Wir haben noch nicht auf einem einzigen übernachtet", berichtet unser StadtSpiegel- und ExtraTipp- Facebook-Administrator. "Wir sind komplett autonom, parken nur in der Pampa, an Stränden, in Nationalparks oder - im Notfall - auch mal an einer Tankstelle.

Der ganz große Vorteil dieser Autonomität: Morgens, bevor die Touristenbusse anrollen, gibt es die ganz unverbrauchte Naturpracht exklusiv. So zum Beispiel auf der Halbinsel Valdes, wo sich die kleine Reisetruppe ihre Frühstücksplätze am Strand mit Kaiserpinguinen und See-Elefanten teilt, während in der Bucht Orcas und Buckelwale ihre gemächlichen Kreise ziehen.

"Das waren sensationelle Momente und Eindrücke", schwärmt Uwe Papenroth, "das ist schon irre, denn so nah kommt man ja sonst niemals an solche Tiere ran." Sohnemann Luca, seines Zeichens absoluter Tierfan, hat auf jeden Fall schon eine ganze Menge Exemplare in seinem Tierbuch abgehakt...

Erkenntnis Nummer drei: Die endlose Weite macht den Kopf frei, lässt Platz für die Fantasie - und den Alltag in Deutschland ganz weit in den Hintergrund rücken. Ihre Zeit verbringen die Vier draußen, an Stränden, in Nationalparks, auf Bootstouren, an Gletschern, in Höhlen, und von Zeit zu Zeit auch mal in Supermarktschlangen.

Verkehr, Stau, meckernde Autofahrer? Fehlanzeige! "Ich bin froh, wenn ich überhaupt mal ein Auto sehe", grinst Uwe Papenroth, der aber auch zugibt, dass die Weite ihre Tücken hat. "Die endlose Steppe ist faszinierend. Aber nach 3000 Kilometern auf staubigen Steppenpisten hat sich die Faszination dann auch mal erledigt."

Erkenntnis Nummer vier: Sowohl in Chile als auch in Argentinien hatte Uwe Papenroth noch nicht ein Mal das Gefühl von Unsicherheit. "Da gibt es Ecken in Deutschland, wo ich mich wesentlich unwohler fühle. Die Leute hier sind super nett, super gastfreundlich und sehr interessiert an dem, was wir hier machen."

Erkenntnis Nummer fünf: Es ist alles noch schöner, als sie sich im Vorfeld ausgemalt haben. Viele Leute (auch etliche Deutsche) , die sie getroffen haben, sind für Jahre unterwegs, da mutet der Papenroth'sche Trip wie ein verlängertes Wochenende an. "Aber egal", flachst Uwe Papenroth, "wir haben ja noch die Rente vor uns, dann bleiben wir mal so richtig lange weg." Aktuell arbeitet sich die Reisegruppe, nachdem sie Feuerland wieder den Rücken gekehrt hat, im Zick-Zack-Kurs zwischen Chile und Argentinien in Richtung Norden und Bolivien - und damit zurück in Richtung Wärme...