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Erstmals nächtliche Evakuierung in Krefeld
Fliegerbombe in Altarraum entschärft

Nächtliche Bomben-Entschärfung in Krefeld
Nächtliche Bomben-Entschärfung in Krefeld FOTO: Samla
Krefeld. Heute um 0.30 Uhr in der Nacht hat der Kampfmittelräumdienst eine Fünf-Zentner-Bombe in der Krefelder Innenstadt entschärft. Rund 500 Krefelder mussten ihre Wohnungen verlassen. Um 1.05 Uhr kam die Entwarnung. Von Jan Popp-Sewing

Um 17.36 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden, nachdem bei Bauarbeiten am Dreikönigenhaus ein verdächtiger Gegenstand gefunden worden war.

Bei dem Objekt in etwa einem Meter Tiefe im Bereich der Kirche Erscheinung Christi handelte es sich um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Laut WZ wurde sie unterhalb eines ehemaligen Altarraums gefunden.

Nach den neuen Anweisungen des Innenministeriums sind solche Bomben sofort zu entschärfen

Die Folge war die erste nächtliche Evakuierungsaktion in Krefeld wegen eines Bombenfundes seit dem Krieg.

In einem Umkreis von 100 Metern rund um den Fundort an der Dreiköniginnenstraße wurden ab etwa 23 Uhr alle Anwohner evakuiert. Freiwillige Feuerwehrleute und Polizisten gingen von Haus zu Haus, klingelten und informierten die Bewohner. Rund 500 Bürger sind in dem Bereich gemeldet.

die letzte Evakuierung in Krefeld ist gerade mal drei Wochen her: Am Grünen Dyk war eine Fliegerbombe gefunden worden. Die Entschärfung verlief erfolgreich. 

Im Umkreis von 250 Metern durften die Bewohner während der Entschärfung nicht an die Fenster in Richtung des Fundortes treten und nicht auf die Straße gehen.

Das DRK richtete im Seidenweberhaus eine Betreuungsstelle ein. Busse fuhren zwischen dem zu räumenden Gebiet und dem Seidenweberhaus hin und her.   

In der Betreuungsstelle wurden am Ende 118 Personen durch das Deutsche Rote Kreuz versorgt. 13 Krefelder wurden durch den Rettungsdienst zur Betreuungsstelle transportiert. Auch der Malteser Hilfsdienst unterstützte die Aktion.

Insgesamt waren ca. 200 Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen im Einsatz.