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Innenstadt
Fichte- und Arndt-Gymnasium wollen neue Schule bilden

Schüler-Demo für Fichte-Erhalt
Schüler-Demo für Fichte-Erhalt FOTO: Popp-Sewing
Krefeld. Das auslaufende Fichte-Gymnasium und das Arndt-Gymnasium planen den Zusammenschluss. Beide Schulen wollen ihre "Schätze" in das neue Innenstadt-Gymnasium einbringen.

Der 11.11. am Arndt-Gymnasium wird spannend. Am dortigen Tag der offenen Tür soll ein Konzept für ein neues Innenstadt-Gymnasium aus Arndt- und Fichte-Gymnasium mit rund 1000 Schülern präsentiert werden. Das "neue Arndt" soll wohl auch einen neuen Namen bekommen.

Rein schulrechtlich sei es keine Fusion der beiden Gymnasien, betont Schuldezernent Gregor Micus. Er bevorzugt den Begriff des "Zusammenwachsens" und spricht von einem einzigartigen "Krefelder Modell".

Hintergrund ist die nicht mehr abwendbare Schließung des traditionsreichen Fichte-Gymnasiums, nachdem sich für das neue Schuljahr nur 40 statt der mindestens nötigen Fünftklässler angemeldet haben. Das Fichte darf ab 2018 keine Schüler mehr aufnehmen und wird Klasse für Klasse auslaufen. Keine angenehme Perspektive für die verbleibenden Schüler.

Auch eine Schüler-Demo im April konnte die Entscheidung nicht ändern. Die Stadt ist ans Schulrecht gebunden, und das ist in diesem Fall eindeutig.

Die Idee für die Zukunft: Fichte- und Arndt-Gymnasium nutzen ihre Ressourcen (Lehrer für Leistungskurse, Sportstätten) verstärkt gemeinsam - bleiben aber zunächst noch vorerst ein Jahr lang organisatorisch getrennt. Dann könnte eine Verschmelzung zum neuen Gymnasium erfolgen.

Beide Schulleitungen und Elternschaften wollen die "Schätze" des jeweiligen Gymnasiums in die neue Schule einbringen. Beim Fichte sind das zum Beispiel Erfolge bei der Integration, beim Arndt die vorbildliche Inklusion. Beide Schulen haben einen musisch-künstlerischen Schwerpunkt. Und dem Förderverein des Fichte gehört auch noch mit Bischofstein eine echte Burg an der Mosel.

"Manchmal kann eins plus eins auch drei sein", sagt Oberbürgermeister Frank Meyer mit Blick auf die geplante Kombination der Stärken beider Schulen.

Am Ende soll ein starkes, zukunftsfähiges Innenstadt-Gymnasium mit zwei Standorten stehen.

Eine Aufgabe der Fichte-Gebäude kommt für Meyer nicht in Frage. Die nun geplante erneute Verlängerung der gymnasialen Schulzeit um ein Jahr bedeute ja auch mehr Raumbedarf.