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Zugunfall in Meerbusch
Falsches Signal? Zugführer durfte losfahren

Zugunfall in Meerbusch: Falsches Signal? Zugführer durfte losfahren
Zwischen Krefeld Hauptbahnhof, Oppum, Osterath und Neuss sind zurzeit Ersatzbusse unterwegs. FOTO: Samla
Meerbusch/Krefeld. Die Bahnstrecke Neuss-Krefeld ist nach dem Unfall von Dienstagabend weiter gesperrt. Nach neuesten Erkenntnissen trifft den Lokführer des RE 7 keine Schuld an dem Zusammenstoß, bei dem 47 Fahrgäste verletzt wurden. Von Jan Popp-Sewing

Der Regionalexpress war kurz vor dem Bahnhof Meerbusch-Osterath auf einen stehenden, leeren Güterzug aufgefahren. Es gibt an der Stelle nur ein Gleis Richtung Krefeld.

Nun ist klar, dass der Lokführer des RE die Erlaubnis zum Weiterfahren hatte - und dies, obwohl die Strecke vor ihm nicht frei war. Warum das so war - ob technisches Versagen der Signal- oder Sensortechnik oder menschliches Versagen in der Leitstelle vorgelegen hat, muss nun geklärt werden.

An Bord des Unfallzugs waren 173 Menschen. Der Lokführer hatte den vor ihm stehenden Güterzug noch bemerkt, eine Notbremsung eingeleitet und die Passagiere im vorderen Zugteil gewarnt.

Heute wurde damit begonnen, die havarierten Waggons durch einen Spezialkran zu bergen. Zuvor mussten die Oberleitungen abgebaut werden.

Wann die Strecke wieder freigegeben wird, ist aktuell nicht bekannt.