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„Elisabeth-Höfe“ in alter Feuerwache

„Elisabeth-Höfe“ in alter Feuerwache
FOTO: von Houwald Architekten
Krefeld. Der Krefelder Investor und Visionär Wolf-Reinhard Leendertz wird voraussichtlich den Zuschlag für den Kauf der denkmalgeschützten alten Feuerwache an der Florastraße erhalten. 
 
Von Jörg Zellen

Die Zeiten, in denen auf der Florastraße tagtäglich mehrfach "Sirenenalarm" herrschte, sind seit 2016 vorbei. Seit dem Umzug der Brandbekämpfer in die schicke neue Hauptfeuer- und Rettungswache steht die alte, teilweise denkmalgeschützte Zentrale leer.

Doch bald schon soll an der Florastraße etwas Neues entstehen. Alles deutet darauf hin, dass das Konzept des Krefelder Investors Wolf-Reinhard Leendertz, welches vom Architekturbüro von Houwald entwickelt wurde, den Zuschlag der Stadt erhalten wird.

Der Visionär, der bereits den Mies van der Rohe Business Park sanierte und modernisierte, möchte eine Mixtur aus Büros, Wohnungen (zwei bis vier Zimmer) und Gastronomie schaffen. Zudem soll eine Tiefgarage mit 90 Stellplätzen entstehen. Das Kaufpreisangebot liegt bei 1,1 Millionen Euro, die Gesamtinvestition bei 21,6 Millionen Euro. Letzte Verhandlungen über die vertraglichen Details stehen noch aus.

"Krefeld liegt mir persönlich am Herzen, hier bin ich seit Generationen verwurzelt", begründet Wolf-Reingard Leendertz sein Engagement. Seine Expertise trägt übrigens den Namen "Elisabeth-Höfe". "Wir nutzen die Bekanntheit der ehemaligen Feuerwache und schaffen gleichzeitig einen Bezug zur Elisabeth-Kirche für das neue Wohnquartier", sagt der Investor und ergänzt: "Die denkmalgeschützte Bausubstanz inmitten des gewachsenen Wohnumfeldes stellt einen bedeutenden stadthistorischen Wer dar und ist für die Bürger ein wichtiger Identifikationspunkt." 

Beidseitig der ehemaligen Desinfektionsanstalt sollen die Fahrzeughallen zurückgebaut und damit das Denkmal freigestellt werden. Die verbleibenden Gebäudeteile werden mit modernen Fassaden versehen. Ziel sei ein "respektvolles Miteinander aus Alt und Neu", heißt es in der Präsentation, die seitens des städtischen Finanzausschuss präferiert wird.