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Ein wenig "König" bleibt dann doch

Ein wenig "König" bleibt dann doch
FOTO: Samla
Krefeld. Auch in den kommenden drei Jahren wird die König-Brauerei aus Duisburg exklusiver Bierlieferant der Krefelder Multifunktionsarena (König Palast, ab 2019 Yayla-Arena) sein. Der Bierabsatz soll gesteigert werden. Die Pinguine partizipieren nicht von diesem Deal.
 
Von Jörg Zellen

 

Ein wenig "König" bleibt dann doch. Auch wenn die Arena an der Westparkstraße zum 1. Januar 2019 ihren Namen wechselt (Yayla Arena), so wird doch die König-Brauerei aus Duisburg ihr Engagement in Krefeld fortsetzen. In den kommenden drei Jahren werden die Besucher bei Konzerten, Shows und Sportveranstaltungen in der Multifunktionshalle weiterhin frisch gezapftes König Pilsener angeboten bekommen.

"Wir wollen diese lange, vertrauensvolle und produktive Partnerschaft fortsetzten", sagte Daniel Einhäuser, Geschäftsführer der König-Brauerei. Barbara Behr, Aufsichtsratsvorsitzende der Seidenweberhaus GmbH, sieht im neuen Bier-Deal, über dessen Sponsoring-Summe Stillschweigen vereinbart wurde, "eine Bestätigung für das Renommee der Halle". 

Die Arena-Chefs haben sich zum Ziel gesetzt, den Bierabsatz zu steigern. Mindestens 500 Hektoliter, langfristig sogar 600 Hektoliter, sollen pro Jahr ausgeschenkt werden. Gelingt dies, winkt ein Bonus. Hans Butzen, erster stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Seidenweberhaus GmbH, macht keinen Hehl daraus, dass das sportliche Abschneiden des Hauptmieters, der Krefeld Pinguine, einen Einfluss darauf hat. "Je spielfreudiger es auf dem Eis zugeht, desto trinkfreudiger sind die Besucher." 

Partizipieren werden die Pinguine dennoch nicht vom neu ausgehandelten Bier-Kontrakt. "Wir schließen die Verträge mit unseren Lieferanten selber. Die Boni bleiben also auch bei uns", so Butzen, der sich gegenüber Verhandlungen mit dem Eishockey-Klub jedoch offen zeigte. 

Pinguine-Aufsichtsratsboss Wolfgang Schulz reagierte "enttäuscht" und sagte im Gespräch mit dem Stadt Spiegel: "Eines ist doch klar. Wir bringen die vielen Besucher in die Arena. Es ist also doch auch logisch, dass wir an den Einnahmen aus dem Gastronomiebereich beteiligt werden müssen." Er wolle nun das Gespräch mit den verantwortlichen der Seidenweberhaus GmbH suchen, um eine Lösung zu finden.