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Ein „Venedig für Pelikane“ im Zoo

Ein „Venedig für Pelikane“ im Zoo
Feierten gestern das Richtfest für die neue Pelikan-Lagune (von links): Zimmermann Stefan Wolter, Zoofreunde-Vorsitzender Friedrich R. Berlemann, Architekt Heinz Berger sowie Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen. FOTO: Samla
Krefeld. Der Krefelder Zoo feierte gestern das Richtfest für seine Pelikan-Lagune, die im Mai 2019 eröffnet werden soll. Von Jörg Zellen

 

Das "Facelift" des Krefelder Zoos geht konsequent weiter. Seit gestern nun ist - um im Thema zu bleiben - eine weitere Falte verschwunden.

Mit dem Richtfest für die neue Pelikan-Lagune errichtet der Tierpark an der Uerdinger Straße ein weiteres Schmuckkästchen für seine Bewohner und dessen Besucher. Kein Wunder also, dass Friedrich R. Berlemann, Vorsitzender der Zoofreunde Krefeld, gar von einem "Venedig für Pelikane" schwärmt. 

Der Vergleich ist gar nicht einmal so weit hergeholt, können die Vögel in ihr neues Quartier doch sogar auf dem Wasserweg erreichen. Der "schwimmende Eingang" sowie der Besuchersteg, von dem aus Zoo-Gäste durch große Scheiben ins Innere des hölzernen Gebäudes schauen sowie ihren Blick über die weitläufige Außenfläche schweifen lassen können, wird ein Hingucker sein. 

Der Neubau der Pelikan-Lagune, die das vierte Projekt im Zuge der Neugestaltung der Afrika-Savanne ist, hat nicht nur optische Vorzüge. 
"Die Graureiher haben den Pelikanen sehr häufig das Fischfutter weggeschnappt", erläutert Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen. Dies soll künftig durch die sichere Futterstelle im Pelikan-Stall verhindert werden.

Zudem mussten die Wasservögel witterungsbedingt zweimal pro Jahr umquartiert werden. Dies bleibt ihnen nun erspart. "Außerdem wollen und müssen wir im Bereich der Menschenaffen Platz schaffen für das Freigehege der Schimpansen", sagt Dr. Wolfgang Dreßen voller Vorfreude. 

Angrenzend an den großen Wasserteich, in dem sich die bislang neun Pelikane künftig tummeln können, entsteht ein Naturteich, in dem das schmutzige Wasser gereinigt wird. Von dort aus wird es zurück in die Lagune fließen. 

Die Kosten des Projekts in Höhe von 638 000 Euro werden durch zwei große Spenden, eine Erbschaft sowie die Unterstützung der Zoofreunde gedeckt.