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DRK-Wasserwacht
Drohne sucht Vermisste und Glutnester

Drohne sucht Vermisste und Glutnester
Drohne sucht Vermisste und Glutnester FOTO: DRK-Wasserwacht
Krefeld. Die DRK-Wasserwacht hat zwei hochwertige Drohnen erworben (Stückpreis 2500 Euro). Nun werden zehn Ehrenamtler durch den Fischelner Modellsportclub im Umgang mit den Fluggeräten geschult. Sie sollen dann auch Polizei und Feuerwehr bei Einsätzen unterstützten.  Von Jan Popp-Sewing

Über dem Elfrather See werden in Zukunft immer wieder Drohnen mit leistungsfähigen Kameras auftauchen. Die von sechs Rotoren angetriebenen Luftfahrzeuge sollen dort allerdings keine wenig bekleideten Badegäste filmen. Vielmehr geht es bei den ersten Trainingsflügen zunächst um die Schulung der Piloten.

Ziel ist der Einsatz der sogenannten Multicopter als Rettungsgeräte. Sie erlauben es Helfern, schnell einen Überblick über ein unübersichtliches Einsatzgebiet zu bekommen. Möglich wäre etwa die Suche nach vermissten Senioren oder verunglückten Schwimmern.

Die Maschinen vom Typ Micro-UAV Typhoon H verfügen neben der normalen Kamera auch über eine Wärmebildkamera, können also auch nachts Menschen "sehen".

Bei Dachbränden könnten die Drohnen helfen, Glutnester auszumachen, die vom Boden oder der Drehleiter aus nicht auszumachen sind. Die Flugzeit ist durch die Akkuleistung auf 25 Minuten begrenzt, allerdings können die Akkusätze schnell gewechselt werden.

Ein weiterer Vorteil der Geräte ist ihre Fähigkeit, sich im Flug selbst zu stabilisieren. Das erlaubt auch ungeübten Piloten, sie schnell sicher fliegen zu können.

Trainiert werden die Drohnen-Piloten der Wasserwacht von Mitgliedern des Modellsportclubs MSC Fischeln auf deren Übungsplatz im Fischelner Bruch.

Bis Ostern 2018 soll die Trainingsphase dann abgeschlossen sein.