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Planungsausschuss
Diskussion über Zoo-Parkgebühren vertagt

Planungsausschuss: Diskussion über Zoo-Parkgebühren vertagt
FOTO: SAmla
Krefeld. Heute sollte der Planungsausschuss nach dem Willen der Verwaltung eigentlich Parkgebühren am Zoo beschließen. OB Frank Meyer hat den Punkt nun kurzfristig auf die nächste Sitzung schieben lassen. Von Jan Popp-Sewing

Der Oberbürgermeister sieht "noch Klärungsbedarf insbesondere bei Fragen zum Parkplatz Zoo aus Politik, Bürgerschaft und Zoo gGmbH". Er hat deshalb die Fachverwaltung beauftragt, diese Fragen zunächst zu klären und eine aktualisierte Vorlage bei der nächsten Sitzung des Ausschusses vorzulegen.

Die Stadt möchte den Parkplatz an der Eichendorffstraße kostenpflichtig machen, Zoo und Bezirksvertretung sind dagegen.

Zum Erfolg des Krefelder Zoos tragen die moderaten Eintrittspreise bei. Erwachsene zahlen 11,50 Euro pro Tag, Kinder 6,50 Euro. Ab vier Besuchen lohnen sich bereits Jahreskarten. Ein Großteil der rund 500.000 Besucher pro Jahr kommt mit dem Auto. Vor dem Zoo, an der Eichendorffstraße liegen mehrere hundert kostenlose Parkplätze.

Als die Stadt im vergangenen Herbst den Plan bekannt gab, diesen Parkplatz kostenpflichtig zu machen, protestierten Zoo-Freunde und Zoo-Leitung. "Das ist eine indirekte Preiserhöhung", warnt Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen.

Die Stadt schlägt vor, von am Zoo parkenden Bürgern eine Gebühr von 50 Cent für 30 Minuten zu erheben. Maximal sollen soll pro Tag fünf Euro fällig werden. Ein Zoobesuch mit dem Auto von etwas über zwei Stunden würde somit 2,50 Euro mehr kosten.

Die Verwaltung kalkuliert mit Jahreseinnahmen von 80.000 Euro pro Jahr. Die Kosten für die Aufstellung der Automaten veranschlagt die Stadt mit 24.100 Euro. Die Maschinen hätten sich also bereits in weniger als vier Monaten amortisiert.

Die Ratsfraktionen von SPD und CDU signalisierten Zustimmung, hatten aber noch Beratungsbedarf, und schoben das Thema auf die Sitzung am Dienstag. Der OB verschob es nun am Sitzungstag erneut.

Zuvor hatte die Bezirksvertretung Ost darüber bereits diskutiert (die jedoch keine Entscheidungsbefugnis hat). Das Gremium verlangte eine neue Vorlage, auch um Anwohner von Parkkosten zu entlasten.