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Die Stadt der Baumriesen

Krefeld (red. Rund 200 Riesenbäume sind in Deutschland verzeichnet. Erstaunlicherweise findet sich jeder Zehnte davon auf Krefelder Stadtgebiet. Von der Redaktion

) Wirkliche Baumriesen werden in Deutschland immer seltener. Umso erfreulicher ist es, dass nun ein Forstwirtschaftler aus der Gemeinde Sonsbeck Krefeld als „Eldorado für Dendrologen“ bezeichnet.

Diplom-Ingenieur Christoph Michels hat es sich zur Aufgabe gemacht, in NRW die jeweils stärksten Exemplare einer Baumart oder -gattung ausfindig zu machen. Das Ergebnis präsentiert er auf seiner Internetseite www.starke-bäume.de.

Von den derzeit rund 200 von ihm erfassten Baumriesen haben immerhin 22 ihren Standort in Krefelds Parkanlagen, fünf dieser Prachtexemplare stehen auf den hiesigen Friedhöfen, drei davon auf dem Hauptfriedhof. Dies unterstreicht unter anderem den Erholungscharakter der parkähnlich angelegten Friedhöfe.

Unter den Riesen auf dem Hauptfriedhof ist ein

Fächerahorn

aus dem Jahr 1969. Ursprünglich aus Japan kommend, wurde diese Baumart 1830 in Europa eingeführt. Der Ahorn, der auf dem Neuen Teil des Hauptfriedhofes nordwestlich des Krematoriums steht, ist 13 Meter hoch, hat einen Stammumfang von 2,02 Metern und einen Kronendurchmesser von 15 Metern. Ebenfalls beachtlich ist eine

Hybridlärche

, gepflanzt 1920, mit einem Stammumfang von 2,61 Metern, einer Höhe von 19 Metern und einem Kronendurchmesser von 15 Metern. Der natürliche Hybrid zwischen europäischer und japanischer Lärche entstand erst 20 Jahre vorher in Schottland. Dritter Baumriese auf dem Hauptfriedhof ist eine

Tränenkiefer

aus dem Jahr 1910 in der Nähe des Krematoriums. Der 23 Meter hohe Baum hat einen Stammumfang von 2,77 Metern und einen Kronendurchmesser von 16 Metern.

Auf dem Elfrather Friedhof, Grabfeld zwei, befindet sich eine

Herzblättrige Erle

. Die aus Süditalien stammende Baumart ist nicht sehr häufig und wird erst seit einigen Jahrzehnten bei uns gepflanzt.

Und so ist das Exemplar in Krefeld, erst 1980 gesetzt, mit einem Stammumfang von 2,03 Metern, einer Höhe von 20 Metern und einem Kronendurchmesser von zwölf Metern das stärkste bekannte Exemplar in NRW.

(StadtSpiegel)