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17 schwere Unfälle auf einer Kreuzung
Das sind Krefelds Unfallschwerpunkte

Vier Verletzte bei Unfall am Dießemer Bruch
Vier Verletzte bei Unfall am Dießemer Bruch FOTO: Samla
Krefeld. An einigen Kreuzungen der Seidenstadt kracht es auffällig oft. Allein an der Ecke Untergath/Hauptstraße zählte die Polizei 17 Unfälle mit Verletzten, bzw. hohem Sachschaden. Von Jan Popp-Sewing

Die Häufung der schweren Unfälle an der Kreuzung Untergath/Hauptstraße im vergangenen Jahr ist auffällig. Gerade auch, wenn man das Vorjahr als Vergleich nimmt. 2016 "krachte" es hier lediglich sechs Mal, 2017 dann 17 Mal. Das war fast drei Mal so häufig wie bei den anderen Krefelder "Unfallhäufungsstellen".

Die Polizei veröffentlichte vier weitere Kreuzungen, an denen es im vergangenen Jahr jeweils sechs schwere Unfälle mit Verletzten/hohem Sachschaden gegeben hat:

Die Berliner Straße an der Auf-/Abfahrt der Autobahn 57.

Die Einmündung der Straße An der Rennbahn in den Europaring.

Die Kreuzung Kempener Allee / Horkesgath

Die Kreuzung Oppumer Straße / Dießemer Bruch.

Zum Vergleich: Im Jahr 2016 kam es an allen vier Kreuzungen jeweils zu fünf schweren Unfällen.

Die Unfallschwerpunkte werden von der städtischen Unfallkommission unter die Lupe genommen. Diese erarbeitet Empfehlungen für Politik/Verwaltung. Eine ganze Reihe früherer Gefahrenpunkte konnte auf diese Weise bereits entschärft werden.

Häufig raten die Experten zu einer besseren Ampeltechnik, bzw. einer Veränderung der Ampelphasen.
Die Kreuzungen, die bis vor einigen Jahren die Liste anführten, sind dadurch inzwischen nicht mehr vertreten. Nämlich: St. Töniser Straße/Gutenbergstraße, Preußenring/St. Anton-Straße und Oberbenrader Straße/Meyeshofstraße.

2017 wurden bei Verkehrsunfällen in Krefeld 123 Menschen schwer verletzt, fünf starben.