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Frühjehrsempfang der Stadt Krefeld
Das Lebenselixier der Demokratie

Frühjehrsempfang der Stadt Krefeld: Das Lebenselixier der Demokratie
Dank für den Beitrag zu einer lebendigen Demokratie: Oberbürgermeister Frank Meyer (2.v.l.) mit den langjährigen Krefelder Wahlhelfern Hans Grote, Barbara Rasinski-Klementowski und Brigitte Kolberg (re.). FOTO: jps
Krefeld. Oberbürgermeister Frank Meyer begrüßte am Samstag Vertreter von Politik, Wirtschaft, Vereinen, aus der Kultur und viele Wahlhelfer beim Frühjahrsempfang der Stadt im verschneiten Stadtwaldhaus. Von Jan Popp-Sewing

Rund 1500 Krefelder helfen bei jeder Wahl freiwillig mit. Das ist fast ein Prozent der Wahlberechtigten, wie Oberbürgermeister Frank Meyer dankbar feststellte: Der OB unterstrich gestern in seiner Rede die Bedeutung von Transparenz bei den Wahlen als "Lebenselixier der Demokratie".

Jeder habe das Recht, die Wahlen zu beobachten. Dadurch entstehe Vertrauen und Verlässlichkeit.

Auf dem weltweiten Index, der freie und faire Wahlen bestimme, rangiere Deutschland weltweit an siebter Stelle, nur wenige Länder, etwa in Skandinavien schneiden noch besser ab.

Und das alles dank der Wahlhelfer: "Sie sind systemrelevant für unser Staatswesen", rief Meyer den eingeladenen langjährigen Wahlhelfern zu. Eine lebendige Demokratie bedeute eben auch Arbeit - womit der OB neben den Wahlhelfern auch die ehrenamtlichen Politiker, Gewerkschafter und Verwaltungsmitarbeiter würdigte.

Auch zum Aufkommen populistischer Bewegungen bezog Meyer Position: "Wir sind zur Intoleranz gegenüber der Intoleranz aufgerufen". Der beste Weg, intoleranten Zeitgenossen ihre Grenzen aufzuzeigen, sei eine feste Wertegemeinschaft, in der Platz sei für viele Interessen und Religionen - und in der ein respektvoller und wertschätzender Umgang herrsche, so der Oberbürgermeister.

Der Empfang war ein Ersatz für den ursprünglich geplanten Neujahrsempfang, der wegen Sturm Friederike abgesagt worden war. In diesem Zusammenhang lobte der OB ausdrücklich die Krefelder Berufs- und freiwillige Feuerwehr für das Ausrücken zu rund 400 Sturmeinsätzen.

Für den musikalischen Part sorgte die Band "Alex's kept Secret". Nach der Rede des OB waren die Wahlhelfer gebeten, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen.