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Doppelausstellung beim Krefelder Kunstverein
Bewegte Räume faszinieren das Auge

Doppelausstellung beim Krefelder Kunstverein: Bewegte Räume faszinieren das Auge
Große Wirkung: Die Malerin Lydia Mammes und der Plastiker Günther Zins gestalten jeder auf ganz eigene Weise offene Räume in scheinbarer Bewegung. Zu sehen im Krefelder Kunstverein. FOTO: Müller
Krefeld . Zu einer Doppelausstellung lädt der Krefelder Kunstverein. Sie vereint Malerei und Plastiken. Von Ernst Müller

Lydia Mammes ist Malerin, Günther Zins gestaltet Stahlplastiken. Auf den ersten Blick haben beide Künstler nichts Gemeinsames. "Unser Thema ist die Reduktion", weist Zins auf eine tiefere Gemeinsamkeit hin. Und Mammes ergänzt: "Es geht uns beiden um offene Räume."


Mit beiden Charakteristika ist die neue Doppelausstellung im Buschhüterhaus am Westwall 124 treffend beschrieben. Günther Zins zeigt geometrische Gestelle aus Edelstahl, die einen Raum markieren, ihn aber nicht ausfüllen. Lydia Mammes hat Bilder aufhängen lassen, die scheinbar nur aus einer großen Farbschicht bestehen, ein extremer Minimalismus. Bei näherer Betrachtung fallen aber verschiedene Farbschichten und -intensitäten ins Auge, die den Bildern eine innere Bewegung verleihen. Die Wirkung ist faszinierend.


"Meine Arbeiten erzeugen die Illusion eines Raumes", erklärt Zins, der selber schweißt und schon viele Gebäude und Parks mit seinen Plastiken verfremdet hat. Selbst die weiße Wand im Buschhüterhaus, auf die sich bei Lichteinfall der Schatten der feinen Edelstahlrohre legt, wird in das Kunstwerk einbezogen.


Die Doppelausstellung ist von Sonntag an am Westwall 124 zu sehen. Infos: www.krefelder-kunstverein.de