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47 Verletzte / 400 Helfer im Einsatz
Bahn ermittelt nach schwerem Zugunglück

47 Verletzte / 400 Helfer im Einsatz: Bahn ermittelt nach schwerem Zugunglück
FOTO: Feuerwehr Meerbusch
Osterath/Krefeld. Beim Zusammenstoß des RE7 auf dem Weg nach Krefeld mit einem Güterzug wurden gestern in Meerbusch-Osterath 47 Menschen verletzt, drei davon schwer. 400 Rettungskräfte waren im Einsatz. Experten der Bahn ermitteln. Von Jan Popp-Sewing

Gestern um 19.30 Uhr ist der mit 173 Passagieren besetzte RE7 auf einen stehenden Güterzug der DB Cargo aufgefahren, so berichtet es Bahnbetreiber National Express. Es war eines der größten Bahnunglücke in NRW seit Jahrzehnten.

Die Bergungsarbeiten fanden gestern Abend bis 2.20 Uhr unter Flutlichtmasten der Feuerwehr statt und waren noch von der gut einen Kilometer entfernten A57 aus zu sehen.

National Express informierte die Öffentlichkeit erst 13 Stunden nach dem Unfall.

Nur durch die Geistesgegenwart des Lokführers im RE7 wurde offenbar schlimmeres verhindert. Dieser leitete eine Notbremsung ein und warnte noch die Passagiere im vorderen Zugteil.

Die havarierten Züge sollen heute mit Hilfe eines Krans geborgen werden.

Zwischen Krefeld, Osterath und Neuss wurde ein Bus-Notverkehr eingesetzt.