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Aufbau der Traglufthallen beginnt

Hüls (em/red). Die Traglufthalle für Asylbewerber in Traar wird am Wochenende 29./30. Januar aufgebaut. Wer wissen möchte, wie es im Innern aussehen wird, kann kommenden Dienstag bereits einen Besichtigungstermin in Hüls wahrnehmen. Dort errichtet die Stadt in diesen Tagen ebenfalls eine Halle. Von Ernst Müller

Seit Freitag schon stellen fleißige Mitarbeiter eine Traglufthalle für Asylbewerber auf dem Sportplatz Reepenweg in Hüls auf. Bereits am Donnerstag soll sie bezugsfertig sein.

Vor dem Einzug der Flüchtlinge möchte die Stadtverwaltung interessierten Bürgern die Gelegenheit geben, sich die Halle anzuschauen; und zwar am kommenden Dienstag, 19. Januar, von 17 bis 19 Uhr.

Auch Flüchtlingskoordinator Dr. Hansgeorg Rehbein nimmt an dem Besichtigungstermin teil. Den Besuchern wird aber empfohlen, wasserfestes Schuhwerk zu tragen, da der Boden um die Halle auf dem Hülser Sportplatz nach dem Regen der vergangenen Tage noch weich sein wird.

Der Aufbau der Traarer Halle ist am 29. und 30. Januar vorgesehen. Anders als in Hüls muss hier nämlich erst noch eine Verankerung im Boden angebracht werden. Dies soll vom 19. bis 21. Januar erfolgen.

Ebenso wie in Hüls werden auch der Traarer Halle zehn Container zugeordnet. Zwei dienen als Duschen, zwei als WC-Anlagen, drei sind für die Essensausgabe vorgesehen, zwei zum Waschen und Trocknen der Wäsche sowie ein Container zur Unterkunftsbetreuung.

Die beiden Standorte in Traar und Hüls wurden ausgewählt, weil einerseits Anschlüsse für Wasser, Strom und Abwasser vorhanden sind und zum anderen die Flächen kurzfristig zur Verfügung standen.

In Abstimmung mit den Bürgervereinen in Traar und Hüls hatte die Verwaltung vorab zu Bürgerversammlungen eingeladen, um über die Flüchtlingssituation vor Ort zu informieren und Fragen zu den Standorten zu beantworten.

Die Stadt Krefeld beherbergt zur Zeit rund 3050 Flüchtlinge aus über 50 Ländern. Die Verwaltung bekommt nahezu täglich neue Zuweisungen der Bezirksregierung (aktuell 73 Personen für die laufende Woche) und rechnet nach wie vor nicht mit einer raschen Entspannung der Zuwanderungssituation.

Unterbringungsmöglichkeiten für die rasch ansteigende Zahl der Personen sind in Krefeld laut Auskunft der Verwaltung nicht mehr vorhanden. Aktuell sind bereits weit über 500 Flüchtlinge in Sporthallen und 1470 Flüchtlinge in anderen Sammelunterkünften untergebracht, weitere 1000 in Wohnungen. Damit sind die Kapazitäten restlos erschöpft.

Die Stadt sucht nun dringend weitere Immobilienobjekte zur Anmietung, um Flüchtlinge und Asylbewerber unterbringen zu können. Interessierte Vermieter können sich beim Fachbereich Zentrales Gebäudemanage

ment melden:

Tel.:861870 oder

per E-Mail heino.brangs@krefeld.de.

(City Anzeigenblatt Krefeld II)