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Dauer-Diskussion
Alkoholverbot in der City?

Dauer-Diskussion: Alkoholverbot in der City?
FOTO: Peter Freitag / Pixelio.de
Krefeld. In der nächsten Ratssitzung am 12. April wird die Sicherheit und Sauberkeit der Krefelder City erneut zum Thema. Von Jan Popp-Sewing

Städte können für Straßen und Plätze, auf denen es ständig Ärger mit Betrunkenen und Drogensüchtigen gibt, das Alkoholtrinken in der Öffentlichkeit verbieten. In der Duisburger Innenstadt wird das gerade vorexerziert.

Auch in Krefeld kommt der Vorschlag immer wieder auf, speziell im Zusammenhang mit dem Theaterplatz. Das Problem: Der Hang, sich zu betrinken und Randale zu machen, verschwindet nicht durch Verbote.

Nun schlägt die SPD vor, "die Anwendbarkeit eines Alkoholverbotes für Krefeld ergebnisoffen zu prüfen, sowie die Umsetzung begleitender Maßnahmen vorzubereiten". Konkret heißt das, ein Verbot soll flankiert werden, zum einen durch deutliche Präsenz des Kommunalen Ordnungsdienstes und mehr Streetworker - aber auch durch Angebote an die Trinker- und Drogenszene.

So spricht sich die SPD auch für die Einrichtung von Drogenkonsumräumen aus - eingebettet in die Strukturen der Sozialarbeit.

CDU-Ratsherr Walter Fasbender sagt: "Wir müssen diskutieren, ob an einzelnen Plätzen ein Alkoholverbot Sinn macht, wenn es dort für Kunden, Passanten und Anwohner nicht länger ertragbar ist. Gastronomie mit Außenflächen und Feste in der Innenstadt sollen davon ausgenommen werden". Die Innenstadt solle als "Ort einer lebendiger Kneipenkultur erhalten werden".

Die Stadt teilt derweil mit, dass der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) von 12,5 auf 16,5 Stellen aufgestockt worden sei. Regelmäßige Streifengänge in Innenstadt und Vororten durch die Mitarbeiter seien sichergestellt. Im Vorjahr habe ein regelmäßiger Streifendienst "aufgrund der Personalstärke nicht immer gewährleistet werden können", erläutert.