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UPDATE - Behörden gehen von Brandstiftung aus
20 Bewohner aus brennendem Hochhaus gerettet

Die Feuerwehr rettete 20 Menschen aus dem Haus
Die Feuerwehr rettete 20 Menschen aus dem Haus FOTO: Samla
Krefeld. Am heutigen Morgen wurde die Feuerwehr Krefeld um 4.49 Uhr zu einem Kellerfeuer auf der Vulkanstraße 242 in Krefeld Stahldorf gerufen. Mehrere Notrufe liefen zeitgleich in der Leitstelle ein und berichteten über eine starke Verrauchung im kompletten Gebäude. Es handelt sich nach ersten Erkenntnissen wohl um eine Brandstiftung.

 

Der Treppenraum war so stark verraucht, dass er für die weitere Entfluchtung des Gebäudes nicht nutzbar war. Im Keller des Hauses war es durch unbekannte Ursache zu einem Brand von Unrat und Gerümpel gekommen.

Neben den Kräften der Feuerwache 1 und 2 wurden auch die Freiwilligen Feuerwehren Fischeln, Traar, Oppum, Gellep Stratum und Uerdingen alarmiert. Die verwaisten Feuerwachen wurden von den Kräften der Freiwilligen Feuerwehr besetzt. Insgesamt sind derzeit 60 Einsatzkräfte im Einsatz.

In dem Hochhaus sind 92 Bewohner gemeldet. Bei Eintreffen der Feuerwehr spielten sich dramatische Szenen ab. Einige Bewohner waren bereits vor dem Gebäude versammelt, weitere hielten sich auf den Balkonen auf und machten auf ihre Situation aufmerksam.

Mit der Hilfe von zwei Drehleitern wurden 20 Personen von den Balkonen in Sicherheit gebracht. Zur Brandbekämpfung wurden drei Trupps unter Pressluftatmer mit einem C - Rohr eingesetzt. Gleichzeitig wurde mit Hilfe einer Überdruckbelüftung der Treppenraum entraucht.

Zur Betreuung von Unverletzten wurde zur vorübergehenden Unterbringung ein Bus der Stadtwerke zur Einsatzstelle beordert. Von den neun Verletzten wurden acht in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Von den 92 Bewohnern wurden 45 rettungsdienstlich gesichtet.

UPDATE: Die Polizei hat zwischenzeitlich ermittelt, dass es im Keller des Hauses gebrannt hat. Ein technischer Defekt kann ausgeschlossen werden. Die Strafverfolgungsbehörden gehen von einer Brandstiftung aus. Ein Gutachter wird nicht eingesetzt, die Ermittlungen werden fortgeführt.