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Ach übrigens
Die bunte Zeit der Wahlplakete. Oder: Die Revolution muss warten

Ach übrigens: Die bunte Zeit der Wahlplakete. Oder: Die Revolution muss warten
FOTO: jps
Krefeld ist bunter als sonst. Wahlplakate hängen in der City, wohin das Auge blickt. Über Aussagekraft und Originalität von ganz Links über die Volksparteien bis in die Niederungen des Rechtspopulismus lässt sich trefflich streiten. Von Jan Popp-Sewing

 

Die Konterfeis der Kandidaten der großen Parteien mit ihren kurzen Sprüchen dürfte inzwischen jeder schon mal gesehen haben.

Für die gewisse Prise Humor sorgen die gewohnt satirischen Aushänge von "Die Partei".

Überraschend ist die starke Präsenz der links von der Linken verorteten MLPD. Deren geballter Anblick wirkt, als ob die proletarische Revolution in Krefeld nur noch eine Frage von Tagen ist. Erfahrungsgemäß ist der Niederrheiner aber als Jünger von Lenin, Che Guevara & Co. eher unterdurchschnittlich engagiert. Der Kommunismus wird also noch ein gutes Weilchen warten müssen.

Sollte es mal ein Treffen der rheinischen Abgeordneten aller Parteien in der Hauptstadt geben, können die sich an ein diesjähriges Wahlmotte der SPD erinnern: "Berlin braucht mehr Rheinland". DAS können wahrscheinlich alle unterschreiben, inklusive der künftigen rheinischen Abgeordneten von CDU. Grünen und wohl auch FDP.

Ach übrigens: Nicht vergessen, am 24. September haben wir alle die Wahl.